Die Kapitel

von Manfred Jansen / am 11.06.2011 / in
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a40c8a4596b4bfd68d1b489134249b0fOk, die Auflösung unseres kleinen Ratespielchens ist – tärä! – 1.200 kg, oder eins Komma zwo Tonnen pro Kiel. Der Kieler Jung war nahe dran. Aber, knapp daneben ist auch vorbei – kein Ruhm, keine Ehre! Also hängen insgesamt 2,4 Tonnen unterm Schiff. Sieht man den Dingern nicht an, oder? Sie bilden die Gegenkraft zum Winddruck, der hoch oben über dem Schiff auf die Segel wirkt und halten es nach dem Stehaufmännchen-Prinzip in der Senkrechten. Na ja, das System der Kräfte ist dann doch noch etwas komplexer und damit komplizierter, aber ich will hier keine Nautik-Physik betreiben, obwohl es ein sehr interessantes Thema ist. Außerdem habe ich mich auf einer Metaseite zu einem früheren Beitrag schon mal über die Kielkonfiguration ausgelassen. Nämlich HIER.

ee384b8d4832478a52e52609fa3b96fdNeben der Tiefgangreduzierung ist die Tatsache, dass zwei Kiele zusammen mit dem stabilen Ruderblatt ein Dreibein bilden, auf dem das Schiff sicher stehen kann, für mich der wichtigste Aspekt. Rüm Hart soll trockenfallen können. Vom Ijsselmeer aus ist die niederländische Waddenzee – das Wattenmeer – nur eine Schleuse entfernt. Zwischen Texel, Terschelling und Harlingen (und natürlich auch noch weiter östlich) ist man in einem Naturparadies. Spätestens hier ist’s vorbei mit Badewannensegeln, hier wie kaum irgendwo sonst ist der Segler Teil der Natur, die ihn vor allem eines lehrt: Ehrfurcht. Ehrfurcht, nicht Angst. Vielleicht trifft es ‚Respekt‘ noch besser, denn der Skipper muss die natürlichen Abläufe von Ebbe und Flut in diesem Revier respektieren und wird nur mit ihnen – nie gegen sie – erfolgreich sein.083afcd2b19fa8b2912905857837f450

Gerade darin liegt für mich der Reiz des Gezeitensegelns. Es ist eine nautische Herausforderung, die hohe Schule der Navigation. Nicht dass ich sie beherrsche – nein, weit davon entfernt. Die Theorien habe ich irgendwann mal gelernt. Die Praxis fehlt. Gut, mit dem einen oder anderen Skipper bin ich im deutschen oder holländischen Wattenmeer unterwegs gewesen. Aber meine praktischen Erfahrungen sind … nun ja … gerade mal im Vorschulalter. Und genau das ist das Ziel: ich will mich an das Watt herantasten, will alte theoretische Inhalte wieder hervorkramen und umsetzen. Langsam, respektvoll und gründlich.

Habe ich schon mal erwähnt, dass mir beim Schreiben die besten Ideen kommen? Zum Beispiel gerade eben diese: Den nächsten Beitrag werde ich dem Wattenmeer widmen und für den interessierten Leser mal ein paar Fakten und auch persönliche Eindrück zusammentragen. Frisch inspiriert durch den Film ‚Die Nordsee von oben‘, den wir gestern Abend im Kino gesehen haben. Und mit herzlichen Grüßen an Gerda und Karl-Heinz.
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