Sieben Monate!

von Manfred Jansen am 01.06.2021 / in Die Kapitel
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Was wäre bloß in sieben Monaten alles möglich (gewesen)! Häuser bauen, Kinder kriegen (wenn man’s damit eilig hat), Ostsee besegeln (hat in meinem Fall sogar nur 6 Monate gedauert) oder zum Mars düsen. Aber ich habe es tatsächlich in sieben Monaten nicht geschafft, meine Rüm Hart zu besuchen – unglaublich! Wobei, „geschafft“ etwas irrtümlich formuliert ist. Ich habe mich / wir haben uns diszipliniert und sind in Corona-Deckung geblieben.

die überraschend saubere Rüm Hart in Woudsend (Winterhafen)

Gestern war es dann endlich soweit. Auf nach Woudsend zum „Winterhafen“. Und, GROßE ÜBERRASCHUNG!, Rüm Hart strahlt aus allen Knopflöchern. Ich war ja innerlich darauf eingestellt, dass sie nach der langen Zeit schlimm, nämlich reichlich verdreckt aussieht. Aber nein, Steven der Hafenmeister hat morgens noch schnell sauber gemacht, das Holz ist frisch behandelt und das Unterwasserschiff neu gestrichen. Absolut saubere Arbeit, Steven. Herzlichen Dank!

Mein Blog ist ja eigentlich werbefrei, aber in diesem Fall ist eine Ausnahme angebracht: also, mein „Winterhafen“ ist nun seit 5 Jahren bei Reekers Watersport in Woudsend. Mit hohem Wohlfühl- und Zuverlässigkeitsfaktor. Das darf nun auch wirklich mal gesagt werden.

Auf in den Sommer, über die friesischen Kanäle

Eine Stunde nach unserer Ankunft dort sitzen Sigrid und ich im Cockpit, lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen und knufen unsere mitgebrachten Brötchen. Dann heißt es Leinen los, ich kurve endlich mal wieder durch friesische Kanäle und übers Heeger Meer nach Warns zum „Sommerhafen“ und Sigrid fährt per Auto nach eben dorthin. Mit einem Abstecher zum Coop in Stavoren allerdings, weil es da leckere Sachen zu kaufen gibt. Appelgebak *) zum Beispiel, oder lecker Boterblokjes **) – Kekse völlig ohne Kohlenkalorien und Kilohydrate. Also, fast ohne … 🙂 . Zwei Stunden später komme auch ich mit Rüm Hart in den Hafen von und zu Warns reingekurvt – siehe Titelfoto oben. Auch hier eine Überraschung: neue Stege, sogar mit Licht drauf.

Abends sind wir wieder zuhause in Deutschland. Groggy und in meinem speziellen Fall mit einem satten Sonnenbrand. Der Mai musste anscheinend nochmal zeigen, was in ihm gesteckt hätte, wenn man ihn bloß gelassen hätte. Was jetzt noch fehlt sind die Segel. Aber Ramses der Segelmacher kommt nächste Woche in Wallung, hat er mir heute am Telefon versprochen. Und dann hoffen wir auf eine Corona-freie Restsaison bis weit in den Herbst hinein.

*) Sehr leckerer Apfelkuchen, MUSS man mit Sahne essen
**) kleine Teigblöckchen, aus denen das Fett nur so herausläuft

*****

3 Kommentare

  • Achim says:

    Hallo Manfred,
    ich erfreue mich nun jedesmal über Deine wunderbaren Geschichten von der Rüm Hart und der unglaublichen Freude und Leidenschaft, die hier rüberkommt. Ich genieße mit meinem Boot auch jeden Moment der Freiheit auf der Havel und hoffe, auch bald mal damit die Ostsee unsicher machen zu können. In wünsche ich euch eine wunderbare Segelsaison und bleibt schön gesund!

  • Alex says:

    Hallo Manfred,
    konntest Du die Anlegestellen direkt vor dem Coop in Stavoren nutzen oder war Dir das wegen der Brücken zu viel Aufwand?
    Dann hoffe ich mal mit Dir auf eine noch gute Segelsaison in 2021.
    Ich werde wohl Ende Juni/Anfang Juli das erste mal nach Lemmer fahren.
    Viele Grüße
    Alex

  • Hallo Manfred,

    schön dass Du wieder an Bord bist und ich abends schauen kann, was Du so treibst. Auch ich habe inzwischen meine Loks „eingesommert“ und bin auf dem Weg nach Berlin, gerade an der Liegestelle Haldensleben fest gemacht – da gibt es Strom „für´n Appel und ´n Ei“ vom WSA. Noch 25 Kilometer, dann geht´s runter auf den Elbe-Havel-Kanal und anschließend über die Havel in die Hauptstadt.

    Mach´s gut und pass´ auf Dich auf – in Wolfsburg hatte schon fast niemand mehr eine Maske auf, die Leute meinen, es sei jetzt alles durch. Wir wissen, dass es anders ist,
    Kalle – aus Sachsen-Anhalt

    http://www.czierpka.de/wassersport/2021/CoronaSommerII

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